Seaworld (jetzt aber richtig)

Mai 11, 2009 von Christian Farwig

Als ich den ursprünglichen Seaworld-Artikel schrieb, war ich (warum auch immer) absolut nicht in Stimmung, dem Tag Rechnung zu tragen. Das hole ich hiermit nach.

Shamu

Der 1. Mai war unser letzter Tag in San Diego; am nächsten Morgen würde es zurück nach Los Angeles gehen, um das Wohnmobil zurückzugeben und noch das letzte Wochenende mit Helga und Roland zu verbringen. Als passender Abschluss für unsere Reise haben wir den Tag mit einem Ausflug nach Sea World und einem gemeinsamen Abendessen in San Diegos Old Town begangen.

img_3611 IMG_3607 Seehund-Show in Seaworld

Katrin und ich waren schon auf unser Hochzeitsreise 1998 in Seaworld; damals wie heute eine grandiose Erfahrung. Seaworld ist eine bunte Mischung aus Freizeitpark und lehrreichem Aquarium. Es gibt eine ganze Reihe von Shows mit Delphinen, Seelöwen und natürlich Shamu, dem Killerwal. Die sind alle – wie in Amerika nicht anders zu erwarten – perfekt choreografiert und enorm unterhaltsam.

Seaworld: Hai

Daneben gibt es aber auch eine Reihe von Aquarien und die Pinguin-Antarktiswelt, die jedem Zoo zur Ehre gereichen würden. Das Hai-Bild habe ich aus einem Unterwasser-Tunnel gemacht, der mitten durch das riesige Aquarium führt und spektakuläre Ansichten bietet.

Seaworld: Shamu IMG_3651 IMG_3657

Der Höhepunkt jedes Seaworld-Besuchs ist jedoch die Show der Killerwale mit dem Star Shamu. Das Drumherum ist ein wenig bombastisch-gefühlsduselig, aber was Shamu zeigt, ist wirklich atemberaubend. Auf einem der Bilder sieht man auch sehr schön, wie er die Soak-Zone mit Frischwasser versorgt und ahnt auch, warum diese Teile des Auditoriums so heissen.

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Und da es unter der Woche war, hatten wir garkeine Probleme, Sitzplätze zu bekommen.

San Diego: Final Dinner

Nach dem Besuch in Seaworld waren wir in der Altstadt von San Diego. Ich übrigens pitschnass, denn Greg hatte es sich nicht nehmen lassen, Christoph und mich per Wasserkanone nasszuspritzen, als wir zum Abschluss des Parkbesuches noch einmal in der Wildwasserbahn waren. So war ich komplett durchnässt und froh über die Expeditionshose von Globetrotter, die schnell trocknete – im Gegensatz zu der baumwollenen Oberbekleidung, die an mir hing wie ein nasser Sack.

Carol und Greg waren die letzte Woche fantastische (und tapfere) Gastgeber; wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Urlaub mit dem Wohnmobil: Gelernt ist gelernt

Mai 10, 2009 von Christian Farwig

Da es unser erste Urlaub im Wohnmobil war, sind wir an einige Dinge mit herzerfrischender Naivität herangegangen. Hier meine Einschätzung, was bei einem RV-Urlaub in den USA geht und was nicht:

RV-Größe: Die von uns gewählte Größe (24″) wäre zu klein für uns vier gewesen. Die Straßen im Südwesten sind breit und leer, unser Schiff (28″) konnten wir da problemlos bewegen und die Extra-Größe hat sich immer wieder bezahlt gemacht; insbesondere die Slide-Outs waren fantastisch, weil sie das Fahrverhalten nicht beeinträchtigt haben und erheblichen Mehrkomfort auf dem Campground boten. Unseren Vermieter (Roadbear) können wir dabei vorbehaltlos empfehlen; die waren fantastisch.

Gepäck: Für ihre reine Länge bieten die Wohnmobile erstaunlich wenig Stauraum. Wir hatten eigentlich schon schmal gepackt, aber hatten erheblich Mühe, unser Gepäck unterzubringen. Weniger ist mehr.

Unterhaltung: Um die Kinder während der Reise ruhigzustellen, waren der iPod und der DVD-Spieler (Phillips 7″ mit 9V-Anschluss (wichtig!)) unentbehrlich, denn Landschaft kann Kinder kaum faszinieren.

Distanzen: Mit dem RV kann man kaum mehr als 60 MpH fahren; Wege können sich da richtig ziehen. Insbesondere, wenn es über Berge geht, denn da hat der Motor ernsthaft Probleme. Zudem ist es im RV richtig laut, wenn der Motor arbeiten muss, weil der Resonanzraum beachtlich ist. Lange Strecken bei hoher Geschwindigkeit machen keinen Spaß.

Witterung: Je nach Höhe sind die Temperaturen extrem unterschiedlich. Wir mussten verbittert feststellen, das der Tioga-Pass von Yosemite in Richtung Osten erst ab Ende Mai geöffnet wird und wir damit Yosemite von der Reiseroute nehmen mussten. Google Maps erzählt einem das nicht. Mit Bryce Canyon hatten wir dafür Glück: In gut 2.500 Metern Höhe war Anfang April noch Schneesturm. Temperaturen sind bei der Planung der Reiseroute unbedingt zu berücksichtigen.

Shopping: In den großen Outletmalls kann man für sensationelle Preise shoppen. Gerade bei Kleidung und Schuhen kommt man da zu unglaublichen Schnäppchen. Wenn man eine Stadt wie Las Vegas auf der Route hat, dann sollte man das unbedingt berücksichtigen und beim Packen der Klamotten daran denken.

Campgrounds: Private Campgrounds gibt es wie Sand am Meer, aber Preise und Komfort variieren wild. Wir haben uns – wann immer möglich – auf KOA-Campgrounds verlassen und wurden da nicht enttäuscht. Die Campgrounds Zion River Resort und Wahweap am Lake Powell können wir für ihren Komfort besonders empfehlen und irgendwann will man auch mal wieder richtig in heissem Wasser planschen.

Kinderunterhaltung: Entlang der Wege liegt eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten, die Kindern Spaß machen. Seien es Geisterstädte oder Dinosaurierspuren. Wir haben gut daran getan, diese Zwischenstopps einzuflechten. Die Kinder haben dann lange davon geredet und haben dann auch Landschaft tapfer ertragen.

Jetlag all over me

Mai 5, 2009 von Christian Farwig

Die Rückreise verlief absolut reibungslos. Der Flieger hob um 21:30 in Los Angeles ab und Charlotte lag schon vor dem Abendessen schlafend in ihrem Sessel. Christoph hielt noch fast bis Mitternacht durch, dann war auch er reif fürs Traumland. Kurz nach 20:00 waren wir in Hamburg, wo Grete uns am Flughafen abholte.

Als ich sie später zur Bahn brachte, hatte ich gleich das erste Problem, denn ich vergaß, beim Anlassen die Kupplung zu drücken: Drei Wochen Automatik mit stillgelegtem linken Bein lachten mich an.

Wir sind alle zu relativ normalen Zeiten ins Bett, aber laut innerer Uhr war es gerade mal später Nachmittag und der heutige Morgen war – wie zu erwarten – knifflig. Um 4:00 waren Christoph und ich schon wach und da er heute Geburtstag hat, wollte er natürlich auch den vorbereiteten Tisch betrachten und auspacken. Bis 7:30 lies sich das hinziehen, dann war die Geduld erschöpft.

Der Tag wird vermutlich schwierig, denn gegen Nachmittag ist eine Periode des Niedergangs und der Müdigkeit zu erwarten; gut, das Katrin und ich frei haben.

HSV: Auflaufkinderbilder sind da

Mai 1, 2009 von Christian Farwig

cache_35195701Hurra! Nach nicht mal einem Monat sind die Bilder der Auflaufkinder vom Spiel HSV – Hoffenheim online.

Link http://www.hsv-kids.de/auflaufen_gegen_hoffenheim.php

Torrey Pines, RV klarieren und der HSV gewinnt!

April 30, 2009 von Christian Farwig

Gestern haben wir vermutlich unseren letzten Ausflug in einen Park gemacht: Torrey Pines National Park, etwa 20 Meilen südlich von San Diego.

Torrey Pines

Der Park ist nicht besonders groß, aber fantastisch gelegen. Er zieht sich über eine Hügelkette direkt am Pazifischen Ozean. Wir parkten das Schiff unten am Strand, liefen dann hoch zum Visitor-Center und von dort aus  über einen schönen Weg wieder runter zum Strand.

Torrey Pines: Wanderweg

Im Visitor-Center wurde ausdrücklich vor Klapperschlangen gewarnt und beide Kinder spähten begeistert in das Unterholz, fanden aber nur Eidechsen und Squirrels.

Torrey Pines: Rückweg am Strand

Beim Rückweg über den Strand sammelten wir dann Muscheln ein und freuten uns über das fantastische Wanderwetter.

Heute haben wir das Wohnmobil klargemacht. Ganz erstaunlich, was sich alles in den verschiedenen Schapps und Schränken anfindet. Wir versuchen, von jedem der National Parks Dokumentation zu behalten und vor allem die Junior Ranger Hefte aufzubewahren. Die Koffer sind jetzt gepackt und alle Dinge sind verstaut, die wir nicht mehr brauchen. Jetzt sind wir endgültig in die Endgerade des Urlaubs eingebogen.

Zusätzlichen Enthusiasmus beim Säubern und Aufräumen hatte ich dank des Liveradios von NDR 90,3 und der Übertragung des Spiels zwischen Werder und dem HSV. Bei Trochowskis Führungstor hüpfte ich begeistert auf und nieder, was das Wohnmobil in heftige Schwankungen versetzte und einen Tadel durch Katrin auslöste. Der Hamburger Sieg war in jeder Hinsicht wichtig und gibt noch einmal einen Kick für den Saison-Endspurt. Nächste Woche beim Rückspiel bin ich schon wieder in der Arena – nur der HSV!

Torry Pines: Christian

Damit sich keiner erschreckt, wenn wir wieder in Deutschland sind: Mein Bart ist inzwischen recht strubbelig geworden. Bei einer Kussprobe wurde er von Katrin aber eher mäßig benotet. Ich fürchte, das der neue Look nicht lange halten wird.

Heute hat Charlotte auch ihre letzten Karten geschrieben: Eine an Omi und eine an Ole und Sven. Morgen geht es zusammen mit den Elias’ zu Sea World, dem berühmten Aquariumspark in San Diego mit Shamu, dem riesigen Orca. Das wird für die Kinder noch einmal ein Höhepunkt. Am Samstag morgen fahren wir dann in aller Frühe nach Los Angeles, um das Schiff zurückzugeben und werden dann das Wochenende bei Helga und Roland verbringen.

Disneyland

April 30, 2009 von Christian Farwig

img_3555Da wir nun in Kalifornien sind und Anaheim nur müde 70 Meilen von Carlsbad entfernt ist, haben wir natürlich die Gelegenheit genutzt und sind in die Mutter aller Vergnügungsparks gefahren: Disneyland.

Ich habe mir damit selber einen schon sehr, sehr lange gehegten Traum erfüllt, denn in Jugendjahren war Disneyland für mich der Inbegriff des Paradieses für Kinder und ein sehr, sehr ferner Traum.

Christoph wollte erst nicht, da er vermutete, dies sei wieder mal eine Wüste, in der er lange Fussmärsche machen müsste und er ist der festen Meinung, in diesem Bereich seine Quote für diesen Urlaub bereits erfüllt zu haben.

Erst als wir erwähnten, das dies etwa so wie Legoland sei, war er Feuer und Flamme für das Unterfangen und so rollte das Schiff am Vormittag Richtung Norden.

Disneyland war eine ganz besondere Erfahrung. Ich bin – als alter Rollercoaster-Fan – ja einiges an Vergnügungsparks gewöhnt, aber dieser Park zeigt allen anderen, was eine Harke ist und nichts, was ich in Deutschland bisher gesehen habe, kann damit konkurrieren.

Die komplette Organisation ist zu 100% professionell, freundlich, konzentriert und vor allem darauf gedrillt, dem Kunden durch nichts daran zu hindern, sein Geld loszuwerden. Sobald man die Abzweigung zum Theme Park genommen hat, kann man eigentlich nichts mehr falsch machen und wird auf Händen bis zur Kasse getragen, um $69 für Erwachsene und $59 für Kinder zu bezahlen.

Disneyland Train

Der Park selber ist in verschiedene „Länder“ geteilt, die man mit dem Zug erreichen kann. Das Spektrum der Attraktionen ist dabei weit: Von einem Pferdekarussell im Fantasyland, über die Jedi-Show im Tomorrow-Land hin zu der gnadenlosen Fahrt im Indiana-Jones-Ride im Adventure-Land. Und kaum einem Ride sieht man von aussen an, was in ihnen steckt. Gleich unser erster Trip führte uns in „It’s a Small World“:

Disneyland: its a small world Disneyland: Its a small World (2) Disneyland: Its a small world (3)

Von aussen war der völlig unspektakulär und brunzlangweilig. Wir gingen nur rein, weil Charlotte darauf drängte. Als es dann losging, fuhren unser Boot durch eine von aussen unsichtbare Halle und die Fahrt wollte kein Ende nehmen – wir wurden dann mit allen Sinnen betört und durchgenudelt; es gibt sogar einen Wikipedia-Artikel dazu (http://en.wikipedia.org/wiki/It%27s_a_Small_World).

Disneyland: Indiana JonesAm spektakulärsten war der Effekt „Mehr sein als scheinen“ bei „Indiana Jones Adventure: Temple of the Forbidden Eye“. Von aussen sah man nur den Eingang eines Tempels und kaum ging man hinein, durchlief man ein wahres Labyrinth von Gängen in Indiana-Jones-Deco, bis man zum Einsteigepunkt kam (übrigens auch ein toller Weg, die Warteschlangen zu kaschieren).

Von dort fuhr dann unter der Erde in einer rasenden Tour-de-Force durch unterschiedliche Elemente aus den Filmen.  Der Wagen, einem Geländewagen nach empfunden, karriolte dabei wie wild in der Gegend herum.

Hier, wie auch in anderen Rides, gab es auch Augenblicke absoluter Dunkelheit, in der das Gefährt zur Begeisterung der Passagiere die wildesten Bewegungen vollführte. Achterbahnfahren im Dunkeln ist übrigens eine besonders coole Erfahrung.

Disneyland: Goofie

Christoph hatte aus unerfindlichen Gründen keine Lust, sich mit Goofy fotografieren zu lassen. Aber den nächsten Ehrengast lies er sich nicht entgehen:

Disneyland: Mickey

Natürlich haben wir auch ein Foto mit Mickey Mouse machen lassen. Der Weg dazu führte durch Mickeys Haus und natürlich gibt es auch ein Bild, in dem Christoph den Infogate-Zettel hochhält. Frank, es vergeht kein Tag, an dem wir nicht an dich denken!

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Bis der Park schloss (um 20:00!) haben wir fast alle wesentlichen Attraktionen ausprobiert: Rettet Nemo (in einem Untersee-Boot, siehe Foto), Matterhorn Sled, Splash Mountain, Pirateninsel, Winnie the Pooh und einiges mehr. Charlotte erwies sich erstaunlicherweise als besonders wild auf Achterbahnen.

img_3523 img_3500 Disneyland: Haunted House

Selbst das Haunted House mit seinen fantastischen Geistereffekten und Hologrammen konnte die Kinder nicht wirklich aus der Fassung bringen.

Auf der Fahrt zurück schliefen beide wie die Steine. Morgen geht es in den Torrey Pines State Park.

Webalben, Carlsbad und Spielzeug

April 28, 2009 von Christian Farwig

Exkurs: Wer sich gerne mal die Bilder der Reise etwas größer ansehen möchte, kann auf http://picasaweb.google.de/Christian.Farwig klicken. Ich habe heute Picasa mit dem Web synchronisieren lassen und die entsprechenden Order spiegeln lassen.

Carlsbad liegt – das habe ich bisher vergessen zu erwähnen – ein kurzes Stück nördlich von San Diego. Wir hatten hier einen ausgesprochen ruhigen Tag: Bilder sortieren, im Garten Fussball spielen und dann in die Outlet-Mall fahren. Das ist unsere einzige echte Chance, die Kosten der Reise in den Griff zu bekommen. Wenn wir nur genug shoppen und damit wahnsinnig viel Geld sparen, dann haben wir am Ende einen Gewinn aus dem Unternehmen gezogen. Wir handeln konsequent in diesem Geist.

Hinterher ging es ab in den Jacuzzi und zu blubberigen 102 Grad mit Soundsystem und Unterwasser-Jets. Dazu ein Becks und das Gefühl totaler Entspannung. Ich stieg völlig durchgenudelt und entspannt aus, der Rücken durchgesprudelt und warm.

Und so ein entspannter Tag ermöglicht mir auch ein Update auf dem Gadget-o-Meter aller elektronischen Geräte, die ich für die Fahrt angeschafft habe:

1. TomTom 930: Hat uns bis jetzt völlig problemlos durch die größte Pampa geführt (obwohl uns immer noch nicht klar ist, warum wir über die 96 in Richtung Kirkland gefahren sind, aber sonst hätten wir die coole Kneipe nicht kennengelernt

2. iPod Nano 8mb: Durch das Klinkenkabel die Unterhaltungsmaschine für die Kinder während der Fahrt. Absolut nicht zu ersetzen.

3. Holux GPS-Tacho: Davon habe ich ja schon mehrfach geschwärmt. Auch die Wanderungen lassen sich damit metergenau verfolgen. Toys for Boys!

4. Cellion-SIM-Karte: Kostet keine Grundgebühr, wird nach zwei Wochen Nicht-Nutzung automatisch abgeschaltet und gibt einem die Möglichkeit, jederzeit erreicht zu werden oder zu erreichen (Münztelefone sind hier ausgesprochen sparsam verteilt).

5. Philips DVD-Player: Klein, leicht, guter Akku, guter Abspielqualität. Durch den Adapter für den Zigarettenanzünder (darf man den noch so nennen?) unkaputtbarer Begleiter für die Kinder mit zwei Kopfhörer-Ausgängen.

6. Walkie-Talkies: Haben uns an verschiedenen Stellen hervorragende Dienste geleistet (unvergessen, wie Katrin aus dem Walmart heraus Anweisungen einholte). Kosten wenig, leisten viel und wenn man sich mal trennen muss, sind sie einfach unersetzlich.

7. Altin-Lansing iPod-Lautsprecher: Leider viel zu wenig benötigt, da sie faktisch auf Netzstrom angewiesen sind. Machen aber einen guten Sound.

Joshua Tree – Carlsbad

April 27, 2009 von Christian Farwig

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Am Morgen packten wir unsere Siebensachen zusammen und fuhren quer durch Joshua Tree zum Hidden Valley.

Hidden Valley

In diesem abgeschlossenen Tal hatten früher Viehdiebe ihre Beute versteckt und neue Brandmarken gesetzt, bis sie vom Sheriff ausgeräuchert wurden.  Es ist auf allen Seiten von Bergen begrenzt und hält so viel Feuchtigkeit.

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Dadurch ist das Tal erstaunlich reich an Vegetation (vgl. die erstaunliche Blüte der Yucca-Palme auf dem Bild direkt neben Rübezahl) und bietet einen schönen Rundweg von etwa 2,5km, den wir alle zusammen gut gehen konnten.

Hidden Valley Klettertour

Vor allem gab es reichlich Gelegenheit zu Klettertouren für Charlotte und Christoph. Die beiden klettern auf alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist und Katrin nimmt das erstaunlich stoisch hin.

Am Nachmittag fuhren wir dann los Richtung Carlsbad. Dort wohnt Katrins Cousine Carol mit ihrem Mann Greg und den beiden Töchtern. Und dort wird auch der 70. Geburtstag von Katrins Tante Helga gefeiert werden. Der 27. wird also ein ruhiger Tag werden, aber dann geht es wieder ab wie Schmidts Katze, denn dann fahren wir nach Anaheim und besuchen Disneyland – damit erfülle ich mir einen fast 40 Jahre alten Traum.

Donald, wir kommen!

Kirkland – Joshua Tree

April 27, 2009 von Christian Farwig

Der heutige Tag war ein Fahrtag, wir haben nicht weniger als 370km zurückgelegt. Das lag daran, das der Teil Arizonas, den wir nun durchqueren wollten, geringen touristischen Nährwert hat. Die Kulissen haben einen gewissen Wild-West-Charme, aber zum Verweilen laden sie kaum ein und es gibt auch keine Punkte abseits der Straße, die zwingend zu einer Pause einlade. So begann der erzählenswerte Reisetag erst gegen 15:00 Uhr, als wir das Tagesziel erreichten.

Campground Joshua Tree

Im Joshua-Tree-Nationalpark, unsere Station über Nacht, haben wir mal wieder einen der anspruchlosen, aber landschaftlich traumhaft gelegenenen Nationalpark-Campgrounds ausgewählt. Um den Parkplatz herum ist ein ganz fantastische und abwechslungsreiche Wüstenkulisse. Und das beste ist: Verschiedene Wanderpfade nehmen ihren Ursprung gleich am Campground, so daß wir das Schiff nicht mehr bewegen müssen.

Joshua Tree NP

Nach dem Abprotzen sind wir mit den Kindern ansatzlos über 4 km gewandert und dabei durch eine wunderschöne Fels- und Sandlandschaft marschiert. Das beide diese Strecke relativ klaglos absolviert haben, ist ein Resultat der ständigen Übung. Charlotte, die zu Anfang der Reise alle 50 Meter nach einer Pause jammerte, lief die ersten 3 km stramm durch, bis sie begann, sich auf Vaters Schultern zu kaprizieren.

Dafür gelang ihr am Ende ein besonderer Coup, denn der Weg, den sie Katrin entlängs lotste, führte an zwei Klapperschlangen vorbei. Anstatt jetzt ein Foto zu machen, nahm Katrin die Kleine auf den Arm. Uschis eben.

Kaktusblüte Joshua Tree Kaktusblüte Joshua Tree 2

Wir haben wohl 80 Grad und ein wenig Wind, also perfekte Bedingungen für diesen Nationalpark. Dazu kommt, das viele Wüstenpflanzen jetzt blühen und damit der Landschaft wohltuend Farbe verleihen. Am Abend saßen wir vor dem Wohnmobil, grillten und als dann das Essen fertig war, legten wir Holz auf das Feuer, das einen ganz wohligen Geruch von sich gab. So saßen wir vier dort, schauten in den abendlichen Wüstenhimmel und liessen den Tag Revue passieren. Wie perfekt ein Wüstenmorgen oder ein Wüstenabend sein kann, ist ganz schwer zu vermitteln. Die klare Luft, die Stille und die freie Landschaft sind höchst entspannende und wohltuende Eindrücke.

Auf meiner höchst subjektiven Nationalpark-Skala sieht das Ergebnis wie folgt aus:
1. Zion
2. Bryce
3. Joshua Tree
4. Grand Canyon
5. Death Valley
6. Valley of Fire

Wobei der letzte Platz des Valley of Fire nicht zuletzt dem lausigen Wetter geschuldet ist, das uns da plagte. Landschaftlich ist auch das Valley ein Hammer; richtig enttäuscht hat uns keiner der besuchten Orte und die Top-5 hatten jeder ihre „WOW!“-Augenblicke.

Morgen geht es noch zum einem Hike durch Joshua Tree und dann nach Carlsbad zur Familienfeier. Dort werde ich nicht nur die Gelegenheit zu einem richtigen Bad haben, sondern auch die letzten Beiträge im Blog aktualisieren können.

Flagstaff – Kirkland

April 27, 2009 von Christian Farwig

Ein langer Tag mit einem überraschenden Ende. Den Campground in Flagstaff, der im übrigen landschaftlichen Reiz komplett vermissen lies, verliessen wir relativ zügig in Richtung Museum. Das „Museum of Northern Arizon“ hat zwei sehr spannende Sammlungen: Archäölogie und Indianer, beides Themen die beide Kinder faszinieren.

Najavo-Puppen Flagstaff, Fleischfresser Flagstaff, Dinosaurier

So gab es nicht nur ein imposantes Fleischfresser-Skelett zu sehen, sondern auch eine ganze Sonderausstellung über eine neu gefundene Dinosaurier-Art, die offensichtlich aus Fleischfresser-Ansätzen in Richtung eines Pflanzenfressers entwickelt hat, dabei aber mit imposanten Krallen ein beachtliches Verteidigungspotential aufzuweisen hatte.

Landschaft Sedona

Nach dem Museum war unser erstes Etappenziel Sedona, das Mekka aller New-Age-Fans (dort soll es einen Vortex geben). Die Stadt liegt in einer absolut sporken Umgebung, aber es war, da Freitag mittag, brechend voll und wir bekamen keinen Parkplatz für das Schiff, so daß wir gleich weiterfuhren.

Tuzigoot 1 Tuzigoot 2

Zwischen Sedona und Prescott liegt das Tuzigoot-Monument. Das ist eine ausgegrabene, indianische Wohnstätte, die von ihren Bewohnern von etwa 400 Jahren plötzlich verlassen wurde. Das auf einem Hügel angelegte Pueblo hatte nicht weniger als 110 Räume für jeweils eine Familie. Zu der Ausgrabungsstätte gehört eine sehr anschauliche Ausstellung über das Leben der Indianer an diesem Ort und ihre Kultur. Und als Krone von allen bot dieses vergleichsweise kleine Monument ein Junior-Ranger-Programm an, so das sowohl Christoph als auch Charlotte inzwischen 5 Badges ihr eigen nennen.

Jerome Ghosttown img_3275

Der Weg von Tuzigoot nach Jerome führte über steile Gebirgsstraßen auf der historischen 89 Richtung Süden. Die historische Minenstadt hat sich nach Schliessen der Mine als historische Westernstadt positioniert. Das hat uns alles nicht so sehr angefasst, wie die „Ghosttown“ ein wenig ausserhalb der Stadt. Hier hat ein pensionierter Mechaniker sein privates Gridhead-Paradies eingerichtet.

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In einer verlassenenen Minen-Siedlung sind die unterschiedlichsten mechanischen Gerätschaften ausgestellt – und fast alle sind in einem betriebsfähigem Zustand. Der Eigentümer selbst führte das uns anhand eines 1910 Packard Lasters vor, den er durch schlichtes drehen der Kurbel zum Leben erweckte. Dazu gibt es eine ganze Schar Gänse, Hühner und ein Esel, der jeden Besucher mit einem Kunsstück begrüßt und dafür gefüttert werden kann. Ein kleiner und lohnender Umweg.

Nachdem uns das Navi über einen höchst merkwürdigen Weg durch das Skull Valley geführt hat, der fernab jeder touristischen Infrastruktur lief, kam Katrin auf die einfache Idee, doch schlicht in einer Kneipe zu fragen.  Übernachtet haben wir vor dem Kirkland Bar & Steakhouse, von einer richtigen Westernkneipe in Kirkland (sie steht übrigens zum Verkauf, falls jemand Interesse hat). Von unseren kanadischen Bekannten aus dem Grand Canyon haben wir gelernt, das dieses Verfahren Boondogging genannt wird. Was auch immer.

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Und so kamen wir nicht nur zu einem sehr guten, wenn auch nicht billigem, Abendessen, wir konnten auch nach dem Zubettbringen mit bestem Gewissen einen Trinken gehen.

Dort hatten wir wieder diese typisch amerikanischen Augenblicke, als wir dann schnell Leute kennenlernten und feststellten, das unglaublich viel Amerikaner offensichtlich mit Deutschland zu tun hatten: Beruflich, durch das Militär oder privat. Wir lernten eine fantastisch nette 28-jährige kennen, die bereits 6 Kinder hat und mit ihrem Freund in der Kneipe war (ihre älteste Tochter ist 12 Jahre und heisst Persephone!).

Das die beiden begleitende Paar war an diesem Abend das erste Mal ohne den 6 Monate alten Sohn unterwegs und war voller Enthusiasmus; das erinnerte mich lebhaft daran, das Katrin und ich wie die Teenager aus dem Haus gehüpft sind, als Grete das erste Mal auf den kleinen Christoph aufgepasst hat.